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Umsetzung von Testung, Diagnostik und Behandlung der Hepatitis C in Einrichtungen der niedrigschwelligen Drogenhilfe in Deutschland – Eine Querschnittsbefragung

Juni 2020-Mai 2021 (laufend)

Beschreibung/ Description

Personen mit injizierendem Drogenkonsum (PWID) sind mit Antikörperprävalenzraten von bis zu 75.0 % häufig von Infektionen mit dem Hepatitis C Virus (HCV) betroffen (Wenz et al. 2016). Zwischen 23.1 - 54.0% der PWID in Deutschland sind chronisch HCV-infiziert (Wenz et al. 2016), unterliegen somit einem erhöhten Risiko für eine fortgeschrittene leberassoziierte Morbidität und Mortalität und können zudem das Virus an Dritte weitergeben. Für die Eindämmung der HCV mittels Prävention (z.B. Programme der bedarfsgerechten Vergabe von Konsumutensilien für den intravenösen, inhalativen und nasalen Konsum, Beratung), Testung, Diagnostik sowie (ggf. Vermittlung) der antiviralen HCV Therapie kommt der Aids- und Drogenhilfe aufgrund des niedrigschwelligen Zugangs zu PWID eine hohe Bedeutung zu. Über die aktuelle Umsetzung von HCV spezifischen Maßnahmen in Einrichtungen der niedrigschwelligen Drogenhilfe ist bislang wenig bekannt.

Hauptziel der Befragung ist es, die Umsetzung (Versorgungsleistung) sowie Umsetzungsdeterminanten (Barrieren und Förderfaktoren) von HCV spezifischen Maßnahmen in den Einrichtungen der Aids- und Drogenhilfe mit niedrigschwelligen Angeboten in Deutschland zu erfassen.

Methodisch erfolgt eine Querschnittsbefragung von Einrichtungen der Aids- und Drogenhilfe mit niedrigschwelligen Angeboten anhand eines spezifischen Kurzfragebogens. Die Befragung adressiert die Einrichtungsstruktur (z.B. Größe, Angebote, Region) sowohl die Umsetzung (Versorgungsleistung hinsichtlich HCV-Prävention, Screening, Diagnostik, Therapie) sowie strukturelle, einrichtungsbezogene und patientenbezogene Barrieren und Bedarfe.

Die Befragung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Therapieforschung (IFT) München sowie der Deutschen Aidshilfe e.V. (DAH).

Projektleitung / Project Coordinator

Beteiligte MitarbeiterInnen/ Involved Researchers

Förderung/ Funding

Industrie