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MIRAS – Miteinander Rauchbelastung senken

01.10.2015-31.03.2017 (laufend)

Beschreibung/ Description

Entwicklung von Maßnahmen zur Verringerung der Passivrauchbelastung von Kindern

Das Projekt MIRAS ist am 1. Oktober 2015 gestartet und wird an den beiden Standorten Hamburg und Köln durchgeführt. Ziel des 18-monatigen Projektes ist es, die Belastungen von Kindern durch das passive Einatmen von Tabakrauch zu senken.

Untersuchungen zeigen, dass insbesondere Kinder stark unter Passivrauchen leiden. Dies betrifft auch Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Vor diesem Hintegrund sollen im Rahmen des Projektes kultur- und geschlechtsspezifische Zugangswege und Aufklärungsmaßnahmen entwickelt und getestet werden, um die Passivrauchbelastung von Kindern aus unterschiedlichen Zielgruppen zu verringern.

Im Mittelpunkt stehen Eltern, die rauchen und

- keinen Migrationshintergund haben (Standorte Hamburg und Köln)

- einen türkischen Migrationshintegrund haben (Standort Hamburg)

- einen russischprachigen Migrationshintegrund haben(Standort Köln)

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert und in Kooperation zwischen der FOGS GmbH und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) umgesetzt. FOGS wird in Köln Zugänge und Maßnahmen für russischsprachige und deutsche Familien erarbeiten, während sich das UKE in Hamburg auf türkischsprachige und deutsche Familien konzentrieren wird.

Ein zentrales Element von MIRAS ist die PARTIZIPATION. Gemeinsam mit Eltern und Fachleuten (insbesondere aus Migrantenorganisationen, Familienzentren und dem Gesundheitsamt) sollen für diese Familien neue und bessere Aufklärungsmaßnahmen zur Verringerung der Passivrauchbelastung von Kindern entwickelt werden. Den Familien soll zum einen Wissen vermittelt werden,
welche Gefahren mit dem passiven Einatmen von Tabakrauch verbunden sind. Zum anderen sollen Verhaltensänderungen bei den Familien bewirkt werden.

Geplant sind verschiedene Zugänge zu den Familien wie persönliche Gespräche, über soziale Netzwerke (online) und familienbezogene Peer-Gespräche. Zur Entwicklung und Erprobung von Aufklärungsmaterialien bzw. –maßnahmen sind ebenfalls unterschiedliche Vorgehensweisen geplant wie z.B. persönliche Gespräche, webbasierte Befragungen und kultursensible Flyer. Da die Vorgehensweisen partizipativ mit Fachorganisationen und Eltern erarbeitet werden sollen, wird sich erst im Prozess entscheiden, welche Zugangswege und Aufklärungsmaterialen genau entwickelt und auf ihre Akzeptanz erprobt werden.

Das Projekt MIRAS wird städteübergreifend von einer Steuerungsgruppe begleitet, in der die beiden durchführenden Institute, Migrantenorganisationen und die Gesundheitsämter aus beiden Städten sowie das Büro für Suchtprävention Hamburg vertreten sind. In Hamburg und Köln werden regionale Arbeitsgruppen mit Fachleuten aus Kindertagesstätten, Gesundheits- und Jugendamt sowie Migrantenorganisationen gebildet. In den Arbeitsgruppen werden das konkrete Vorgehen diskutiert und die Zugänge zu Familien mit und ohne Migrationshintergrund gebahnt.

Anfang 2016 sind jeweils vier Gesprächsgruppen (je zwei mit Vätern und mit Müttern – einmal mit und einmal ohne Migrationshintergrund) in den Städten Hamburg und Köln gepant, um das Thema Rauchbelastung von Kindern zu besprechen. Auf Grundlage der Erkenntnisse aus den insgesamt acht Gesprächsrunden werden Informationsmaterialien und Maßnahmen entwickelt. Die Entwürfe dazu werden Sommer 2016 in einer zweiten Gesprächsrunde diskutiert und entsprechend angepasst. Im Herbst 2016 sollen die gemeinsam entwickelten Maßnahmen dann im Hinblick auf ihre Akzeptanz getestet werden.

 

www.kinder-zigarettenrauch.de

 

 

Leitung/ Project Coordinator

Beteiligte MitarbeiterInnen/ Involved Researchers

Förderung/ Funding

Bundesministerium für Gesundheit