zurück

Entwicklung und Validierung eines Instruments zur Beurteilung der Lebensqualität bei Patientinnen und Patienten in Opioidsubstitutionsbehandlung

01.04.2015-30.09.2016 (laufend)

Beschreibung/ Description

Gesundheitsbezogene Lebensqualität (LQ) ist ein wichtiger Parameter in der Bewertung medizinischer Interventionen, insbesondere bei  chronischen Erkrankungen. Im Gegensatz zu vielen medizinischen Bereichen, in denen subjektive  Gesundheitsvariablen (so genannte „Patient-Reported Outcomes (PROs)“), wie z.B. die Lebensqualität, als wertvolle Informationsquelle in Behandlung und Forschung verwendet werden, mangelt es in der suchtmedizinischen Versorgung und Forschung an entsprechenden Erkenntnissen.

Für die Behandlung der Opiatabhängigkeit als chronisch rezidivierende Krankheit steht mit der Opioidsubstitution ein langfristiger medizinsicher und psychosozialer Therapieansatz zur Verfügung, bei dem insbesondere die Haltequote der Behandlung von Bedeutung ist und somit Veränderungen bei die Adhärenz beeinflußenden Faktoren und dem Wohlbefinden der Patienten berücksichtigt werden müssen. Das mehrdimensionale und dynamische Konzept der Lebensqualität ist ein geeignetes Maß, um den Behandlungsverlauf und das Erreichen von entsprechenden Teilzielen auf dem Weg der medizinischen, psychischen und sozialen Rehabilitation zu beurteilen.

Bislang fehlen spezifische, validierte Instrumente, die es der medizinischen und psychosozialen Versorgung ermöglichen, die subjektive Lebensqualität bei Opioidsubstituierten zuverlässig zu erheben. Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, ein krankheitsspezifisches Instrument zur Beurteilung der Lebensqualität bei Patientinnen und Patienten in Opioidsubstitution zu entwickeln. Das Projekt besteht aus fünf Modulen: (1) Literaturübersicht, (2) Fokusgruppen mit Patientinnen und Patienten, (3) Instrumentenentwicklung, (4) Pilotierung und (5) Validierung des Instruments. Nach dem Entwicklungs- und Validierungsprozess wird ein umfassendes, aber dennoch kurzes und handhabbares Instrument für den Einsatz in der Patientenversorgung zur Verfügung stehen, das es ermöglicht Veränderungen in der subjektiven Lebensqualität von Patientinnen und Patienten in Opioidsubstitution zu messen. Die Verwendung eines solchen Beurteilungsinstruments wird nicht nur die Verbesserung der Patientenversorgung in der klinischen Praxis fördern, sondern auch wichtige Erkenntnisse für Forschung und Gesundheitspolitik bereitstellen.

Leitung/ Project Coordinator

Beteiligte MitarbeiterInnen/ Involved Researchers

Förderung/ Funding

Bundesministerium für Gesundheit